Trotz einer großen Nachfrage nach Wohnungen werden in Berlin immer weniger Wohnungen bewilligt. Die Zahl der Baugenehmigungen ist 2021 zum fünften Mal in Folge gesunken, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilte. In Brandenburg dagegen gab es einen Zuwachs.

Die Berliner Behörden genehmigten im vergangenen Jahr den Bau von 18.716 Wohnungen, das waren 8,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die veranschlagten Gesamtkosten liegen jedoch höher als im Vorjahr. Höhere Kosten schlagen sich häufig in höheren Mieten und Verkaufspreisen nieder.

Experten beobachten schon länger, dass Wohnungssuchende und Investoren stärker nach Brandenburg ausweichen. Dort wurden 15.465 neue Wohnungen genehmigt, 16,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der weitaus größte Teil davon entsteht in Landkreisen, die an Berlin grenzen. Nahezu verdoppelt hat sich die Zahl im Havelland und in Barnim. Zuwächse gab es auch in Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming, Rückgänge in Märkisch-Oderland, Oberhavel und Oder-Spree.