Brandenburger Tor erstrahlt mit Schriftzug der iranischen Protest-Bewegung

Die Hauptstadt solidarisiert sich mit der Freiheitsbewegung im Iran. Bis zu 1000 Menschen versammelten sich am Abend am Pariser Platz. 

Das Brandenburger Tor wird bei einer Protestaktion für den Iran mit dem persischen Schriftzug „Zan – Zendegi – Azadi“ („Frau – Leben – Freiheit“) angestrahlt.
Das Brandenburger Tor wird bei einer Protestaktion für den Iran mit dem persischen Schriftzug „Zan – Zendegi – Azadi“ („Frau – Leben – Freiheit“) angestrahlt.dpa/Christoph Soeder

Aus Solidarität mit den Protesten im Iran ist das Brandenburger Tor in Berlin am Dienstag mit dem persischen Schriftzug „Zan – Zendegi – Azadi“ („Frau – Leben – Freiheit“) angestrahlt worden. Er ist zum Symbol für die Freiheitsbewegung im Iran geworden.

„Berlin hört euren Ruf“, sprach zunächst Düzen Tekkal von der Menschenrechtsorganisation Háwar.help zu den Teilnehmern der Kundgebung vor Ort. Nach Angaben des RBB versammelten sich am Abend vor dem Brandenburger Tor etwa 500 Personen zum Start der Illuminierung. Im Laufe des Abends kamen bis zu 1000 Menschen am Brandenburger Tor zusammen

„Als Stadt der Freiheit stehen wir an der Seite aller mutigen Frauen und Männer, die im Iran für Menschenrechte und ein selbstbestimmtes Leben kämpfen“, sagte Tekkal. Es sei nicht nur ein Protest, vielmehr sei es „eine Revolution, die über die ganze Welt erstrahlt“.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sprach ebenfalls vor dem Wahrzeichen. „Ich bewundere den Mut der Frauen im Iran. Berlin ist an Eurer Seite“, hieß es in einem Tweet von Giffey. „Wo, wenn nicht hier, in der Stadt der Freiheit, ist es richtig, dieses Zeichen der Solidarität zu setzen. Für Frauenrechte, für Menschenrechte.“

Die Proteste im Iran waren durch den Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini ausgelöst worden. Sie starb im September im Polizeigewahrsam, nachdem sie von der Sittenpolizei wegen Verstoßes gegen die islamischen Kleidungsvorschriften festgenommen worden war. Zuletzt hatte die Hinrichtung eines zum Tode verurteilten Demonstranten im Iran weltweit zu Protesten geführt.