Berlin - Ab sofort bekommen auch chronisch Kranke zwischen 18 und 64 Jahren in Berlin eine Einladung zum Termin ihrer Corona-Impfung von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Das teilte die KV Berlin am Mittwoch mit. Bisher war das bereits für die 65- bis 70-Jährigen vorgesehen. Damit entfällt auch für die jüngeren chronisch Kranken die in der Impfverordnung vorgesehene Ausstellung eines ärztlichen Attests. Darauf haben sich den Angaben zufolge die KV und die Senatsverwaltung für Gesundheit verständigt.

Die KV hat angekündigt, auf der Grundlage von Abrechnungsdaten alle chronisch Erkrankten anzuschreiben, die in Paragraf 3 der Impfverordnung aufgeführt sind. Dazu zählen etwa Patienten mit chronischer Nierenerkrankung oder mit schweren chronischen Lungenerkrankungen. Bei der gesamten Gruppe handle es sich in Berlin um mehr als 400.000 Menschen.

KV und Gesundheitsverwaltung zufolge sind die Abrechnungsdaten das alleinige Kriterium für die Impfeinladungen der chronisch Kranken. Patienten werden gebeten, sich nicht mit Anfragen an die Praxen zu wenden. Der Versand der Impfeinladungen habe bereits begonnen.

Wie die Gesundheitsverwaltung am Mittwoch mitteilte, gibt es ein eigenes Verfahren für privat versicherte chronisch kranke Menschen. Sie können sich eigenständig mit einem ärztlichen Attest, das ihnen die Zugehörigkeit zur impfberechtigten Personengruppe bescheinigt, an die Impfhotline wenden. Deren Nummer lautet 030/9028 2200. Wenn sie dort ihre Daten mitteilen, bekommen sie den Angaben zufolge ein Einladungsschreiben der Senatsverwaltung für Gesundheit mit einem Impfcode. Damit könne dann ein Impftermin in einem Impfzentrum gebucht werden.