Berlin: Polizei entdeckt Schusswaffen bei Jugendlichen

Bei den angeordneten Durchsuchungen wurde ein 17-jähriger Tatverdächtiger festgenommen. Zwei Jugendliche erlitten Verletzungen.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei. 
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei. dpa/Christoph Soeder

Polizeikräfte haben Freitagmorgen in Neu-Hohenschönhausen im Rahmen von mehreren Wohnungsdurchsuchungen zwei Schreckschusswaffen entdeckt. Die Durchsuchungen fanden im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen schweren Raubes in Wohnungen von vier jugendlichen Tatverdächtigen statt. Zwei 17-jährige Tatverdächtige seien bei der Festnahme verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Die vier Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren werden verdächtigt, am 10. Juni einen 16-Jährigen im Wustrower Park, unweit des Bahnhofs Hohenschönhausen, beraubt und hierbei unter anderem eine Schusswaffe gegen dessen Kopf gehalten und den Beraubten mit Schlägen und Tritten verletzt zu haben.

Polizei: Jugendliche bei Durchsuchungen verletzt

Laut der Berliner Polizei wurde während der veranlassten Durchsuchungen, unterstützt von Kräften des Spezialeinsatzkommandos, ein 17-Jähriger leicht an der Nase verletzt. Er werde derzeit als Intensivtäter geführt. Außerdem liege ein Unterbringungsbeschluss gegen ihn vor. Anschließend wurde der mutmaßliche Täter durch einen Rettungssanitäter der Polizei versorgt, ein Rettungswagen der Feuerwehr musste allerdings nicht herbeigerufen werden. Der zweite 17-Jährige klagte über Schmerzen im Ellenbogen. Auch er verzichtete auf einen Rettungswagen.

Wegen des Einsatzes erlitt zudem der Vater eines mutmaßlichen Täters einen leichten Schock und klagte im Anschluss über Herzschmerzen. Alarmierte Rettungskräfte der Feuerwehr behandelten den 66-Jährigen vor Ort.

Bei den Durchsuchungen wurden zwei Schreckschusswaffen entdeckt und von der Polizei beschlagnahmt. Der festgenommene 17-Jährige wurde zur Verkündung des gegen ihn bestehenden Unterbringungsbeschlusses dem Amtsgericht Tiergarten überstellt. Die Ermittlungen gegen die vier polizeibekannten Jugendlichen dauern an.