Zwei Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ sind am Freitagmorgen in der Nähe des Hauptstadtflughafens BER von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Das teilte ein Sprecher der Polizei mit. Die beiden Personen, die eine Reihe von Ballons bei sich gehabt hätten, seien in Selchow, einem Dorf der Gemeinde Schönefeld, aufgefallen und sollten nach Angaben des Sprechers in die Polizeiinspektion Flughafen in Schönefeld gebracht werden. „Dort wird es weitere kriminalpolizeiliche Maßnahmen geben.“ Ihnen werde versuchter gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr vorgeworfen.

Bei Twitter teilte die Initiative am Freitagmorgen mit, mit der Ballonaktion „gegen fossile Kriege und für Bürgermitbestimmung“ protestieren zu wollen. Auch an den Flughäfen in Frankfurt und München waren ähnliche Aktionen geplant, wie die Initiative in einer Pressemitteilung am Mittwoch angekündigt hatte. Eine BER-Sprecherin sagte auf Anfrage, es habe am Hauptstadtflughafen keine Einschränkungen des Flugverkehrs gegeben.

Aktionen an Häfen und Flughäfen

Die Gruppe „Aufstand der letzten Generation“ hatten am Wochenende angekündigt, ihren Protest mit Aktionen auf Häfen und Flughäfen verschärfen zu wollen. In den Wochen zuvor hatte sie insbesondere mit Blockaden auf Autobahnen protestiert. Dabei ging es um die Forderung nach einem „Essen-Retten-Gesetz“ und eine Agrarwende, um Klimagase aus der Landwirtschaft zu verringern.