Klimaschützer haben am Mittwoch zum zweiten Mal in dieser Woche Autobahnauffahrten in Berlin blockiert. Nach Angaben der Gruppe Aufstand der letzten Generation setzten sich im Berufsverkehr etwa 20 Menschen an Zufahrten der A114 und der A103 auf die Fahrbahn. In Videos auf Twitter sprachen Aktivisten davon, dass sie sich festgeklebt hätten.

Die Gruppe hatte unter dem Motto „Essen Retten – Leben Retten“ bereits am Montagmorgen an denselben Autobahnauffahrten zeitweise die Fahrbahn blockiert. Die Polizei hatte Teilnehmer weggezogen und 24 Menschen zeitweise in Gewahrsam genommen.

Dahinter stehen einige der Aktivisten, die kurz vor der Bundestagswahl 2021 wochenlang im Hungerstreik waren. Nun fordern sie von der Bundesregierung ultimativ ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung und Entscheidungen für eine verträglichere Landwirtschaft.

In Deutschland würden jährlich etwa 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, was unnötig 22 Millionen Tonnen Kohlendioxid verursache. Diese Emissionen könnten leicht reduziert werden, erklärte die Gruppe. Sie argumentiert, da ein Klimakollaps drohe, gebe es zu gewaltfreiem Widerstand keine Alternative. Die Aktionen würden fortgesetzt, bis die Regierung „ernsthafte Schritte zur Einführung eines Essen-Retten-Gesetzes“ einleite.