Berlin - Im Tarifkonflikt bei den Tochtergesellschaften der landeseigenen Vivantes-Kliniken sollen die Beschäftigten bis 2025 schrittweise mehr Geld erhalten. Je nach Tochter sollen ihre Löhne und Gehälter in den kommenden vier Jahren nach und nach auf 91 beziehungsweise 96 Prozent des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) steigen. Darauf einigten sich die Gewerkschaft Verdi und das Klinikum am Donnerstag in einem Eckpunktepapier. Die Ergebnisse stellten sie am Freitag in Berlin vor.

Das Papier dient als Grundlage für einen Tarifvertrag, der nun ausformuliert werden muss. „Insbesondere in den unteren Lohngruppen bedeutet das in Zukunft deutlich höhere Einkommen und deutlich mehr Gerechtigkeit“, teilte Verdi-Verhandlungsführer Ivo Garbe mit. Die Gewerkschaft hatte eine Übernahme des TVöD für sämtliche Tochter-Beschäftigte gefordert.

„Gute Grundlage für die Ausformulierung der Tarifverträge“

Der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck bezeichnete den Kompromiss als „eine gute Grundlage für die Ausformulierung der Tarifverträge“. Das Eckpunktepapier berücksichtige die Belange beider Seiten.

Der Kompromiss stelle die Arbeitgeberseite vor „große finanzielle Herausforderungen“, erklärte der kommissarische Vorsitzende der Vivantes-Geschäftsführung, Johannes Danckert. Diese müssten gemeinsam mit dem Land Berlin bewältigt werden.