Berlin - Um Corona-Tests bei Kitakindern in Berlin zu erleichtern, sollen dort auch verstärkt sogenannte Lolli-Tests als Schnelltests eingesetzt werden. Das kündigte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus an. Die Tests würden derzeit bestellt und dann „flächendeckend in Kitas“ angeboten.

Bei Lolli-Tests geht es um eine Speichelentnahme über das Lutschen an einem Tupfer oder anderem Gegenstand. Für kleine Kinder ist das einfacher als die Probenentnahme aus der Nase. Ein Teil dieser Lolli-Tests wurde bisher im Labor mit der PCR-Methode analysiert. Aber es gibt inzwischen auch Schnelltests mit dieser Lolli-Methode, die sofort ein Ergebnis liefern - so wie die bekannten Schnelltests mit der Probe aus der Nase.

Scheeres lehnt Testpflicht für Kinder trotz hoher Inzidenzen ab

Scheeres sagte, die Sensitivität dieser Tests sei nicht so hoch wie bei den klassischen Schnelltests. „Aber die Eltern wünschen sich Lollitests als Schnelltests in Kindertageseinrichtungen.“ Daher setze man das um.

Eine Testpflicht in Berliner Kitas lehnt Scheeres trotz der hohen Inzidenzen und Forderungen nach einem besseren Schutz für Kinder vor einer Covid-19-Erkrankung weiterhin ab. Diese werde von einem „relevanten Teil der Elternschaft sowie der Einrichtungen nicht befürwortet“, so ein Sprecher. Während Tests für Schulkinder flächendeckend verpflichtend einführt wurden, setzt Berlin in Kitas auf Freiwilligkeit der Eltern. Der Landeselternausschuss Kita fordert seit Monaten eine flächendeckende Testpflicht auch für Kita-Kinder. Nur so könne ein besserer Schutz erreicht werden.