Berlin - Drei Männer haben im Berliner Regierungsvierteil ein TV-Team von der Welt bedrängt und dabei einen Journalisten genötigt. Zu dem Vorfall kam es nach Angaben der Polizei am Montagabend während einer Live-Übertragung vor dem Paul-Löbe-Haus. Sicherheitsmitarbeiter hatten gegen 19.30 Uhr die Polizei zum Bundeskanzleramt in die Konrad-Adenauer-Straße alarmiert, weil das Trio versucht haben soll, die Wachschützer abzulenken. Anschließend sollen die Männer den 58 Jahre alten Fernsehmoderator „erheblich bedrängt“ haben, so die Polizei.

Die beiden 39-Jährigen und ihr 34-jähriger Komplize hätten der Polizei zufolge versucht, die Live-Übertragung „nachhaltig zu stören“. Dabei soll einer der 39-Jährigen den Sicherheitsabstand zum Journalisten deutlich unterschritten haben. Der Störenfried sei bis auf wenige Zentimeter an ihn herangetreten und habe versucht, dem Journalisten das Mikrofon zu entreißen.

Alarmierte Polizisten stellten die Personalien des Trios fest und entließen es anschließend. Ein vierter Mann, der die Angreifer begleitete, habe nicht eingegriffen. Gegen seine drei Freunde wird nun wegen Nötigung und Verstoß gegen die Infektionsschutzverordnung ermittelt.