Berlin - Nachdem ein 18-Jähriger in Marzahn ein Hakenkreuz an ein Verkehrsschild geschmiert haben soll, fanden Beamte mehrere Nazi-Utensilien in seinem Zimmer. Nach Angaben der Polizei hatten Einsatzkräfte den jungen Mann am Mittwochabend an der Straßenbahnhaltestelle Wuhletalstraße dabei beobachtet, wie er das verbotene Symbol anbrachte. Anschließend flüchtete er, konnte jedoch von den Polizisten eingeholt und vorläufig festgenommen werden.

„Die Einsatzkräfte beschlagnahmten bei dem Verdächtigen als mutmaßliches Tatmittel einen schwarzen Stift“, erklärte ein Polizeisprecher. Bei einer freiwillig gestatteten Durchsuchung seines Zimmers in der Wohnung der Eltern wurden zwei Baseballschläger und eine Schreckschusswaffe gefunden. Auch diese Gegenstände wurden beschlagnahmt.

Außerdem entdeckten die Beamten in dem Zimmer unter anderem ein Handtuch mit SS-Runen und mehrere Fahnen mit nationalsozialistischen Symbolen. Der 18-Jährige kam nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder frei. Das Hakenkreuz an der Haltestelle wurde von der Polizei unkenntlich gemacht. Der 18-Jährige muss sich nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.