Berlin - Zum Christopher Street Day wollen am Samstag (13.00 h) mehrere Demonstrationen durch Berlin in Richtung Alexanderplatz ziehen. Unter dem Dach des „CSD Berlin Pride“ sind drei Routen geplant. Nach Angaben der Polizei sind zu diesen Demos insgesamt 9500 Teilnehmer angemeldet. Es geht um verschiedene Bereiche der queeren Szene. Die Aktion ist eine Alternative zum klassischen Berliner CSD. Der CSD hatte in den Vorjahren als Parade Hunderttausende auf die Straßen gelockt und ist diesmal am 24. Juli als Polit-Demo geplant.

Am Samstag widmet sich der „East Pride“ der Geschichte der Lesben- und Schwulenbewegung in der DDR, vorab gibt es einen Gottesdienst in der Gethsemanekirche in Prenzlauer Berg. In Neukölln will der Verein Travestie für Deutschland auf die „desolate Situation“ der Szene-Infrastruktur aufmerksam machen, Start ist in der Hasenheide. Am Oranienplatz in Kreuzberg geht es unter dem Motto „QTIBIPOC United“ um feministische Themen und die Rassismus-Debatte.

Vergangenes Jahr fielen große Paraden wegen der Corona-Pandemie aus. Der CSD soll an die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Intersexuellen und queeren Menschen erinnern. Ende Juni 1969 stürmten Polizisten in New York die Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street und lösten einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegen die Willkür aus.