Berlin - In Berliner Pflegeeinrichtungen muss sich das Personal jetzt alle zwei Tage einem Corona-Schnelltest unterziehen. Das sieht eine neue Verordnung der Senatsverwaltung für Gesundheit vor, die seit Donnerstag gilt. Wird eine Testung versäumt, dürfe diese Person nicht mehr für körpernahe Tätigkeiten eingesetzt werden. Zudem müssten Besucher in den Häusern zu jeder Zeit eine FFP2-Maske tragen.

Bewohnerinnen und Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen sowie Menschen in teilstationären Einrichtungen dürfen laut der neuen Verordnung täglich von einer Person für eine Stunde pro Tag Besuch bekommen. Die 1-1-1-Regel gelte aber nicht vom 24. Dezember bis 28. Dezember.

Besuchende müssten aber das Negativ-Ergebnis eines Schnelltests vorlegen. Dies gelte nicht für den Besuch von Schwerstkranken und Sterbenden. Besuchende sollten nur durch einen zentralen, kontrollierten Eingang in die Häuser kommen. Die neue Verordnung gilt zunächst bis zum 15. Januar.

Der deutliche Anstieg der Corona-Todesfälle in Berlin seit Anfang Dezember geht größtenteils auf gestorbene Bewohner von Pflegeeinrichtungen zurück. 492 Menschen, die in solchen Heimen lebten, sind seit dem Frühjahr nach Corona-Infektionen gestorben. Das hatte die Gesundheitsverwaltung am Mittwoch auf Anfrage mitgeteilt (Stand 15. Dezember). Anfang Dezember waren es noch 224 gewesen.

Insgesamt sind bisher 928 Corona-Todesfälle in Berlin erfasst (Stand 1. Dezember: 594). Mehr als jeder zweite nachgewiesene Fall betrifft damit Bewohner von Pflegeeinrichtungen.