Strombetriebene Heizstrahler: Sie dürfen in Neukölln bald aufgestellt werden.
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BerlinDer Bezirk Neukölln erlaubt es Betreibern von Restaurants, Cafés und Bars, im Winter strombetriebene Heizstrahler und Pavillons aufzustellen. Das teilte der Bezirk am Donnerstag mit. Außerdem dürfen Gastronomen Außenbereiche erweitern. Eine Sondernutzungsgebühr muss dafür nicht gezahlt werden. Die Regelung gilt vorerst bis zum 31. März 2021.

Mit dem Beschluss will das Bezirksamt die prekäre Situation der Gastronomie während der Pandemie entschärfen. „Viele Neuköllner Wirte stehen mit dem Rücken zur Wand. Sie halten sich an alle Hygieneregeln, wodurch sie natürlich Umsatzeinbußen haben“, sagte Bezirksbürgermeister Martin Hikel. „Wir wollen unbürokratisch helfen, ohne die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum zu gefährden. Mit Wärmequellen und Einhausungen im Außenbereich kann die Gastronomie zumindest in vielen Fällen mehr Gäste auch bei Regen und Kälte bewirten.“

Neukölln ändert mit der neuen Regelung auch die Aufteilung der Bürgersteige. Dicht an den Hauswänden verläuft weiterhin ein Bereich, den Gastronomen mit Tischen und Stühlen besetzen dürfen. Der Bereich daneben muss normalerweise für Fußgänger freigehalten werden. Dieser Streifen ist mindestens 1,60 Meter breit. Er darf nun ebenfalls als Gastrofläche genutzt werden. Als Ausgleich muss ein Teil des sogenannten Unterstreifens frei bleiben, dem Streifen des Bordsteins also, der unmittelbar an der Straßenkante verläuft.