Berlin-Orden soll per Diversitäts-Quote verliehen werden

Künftig sollen mindestens 50 Prozent Frauen mit der Auszeichnung bedacht werden. Laut Bürgermeister Müller müsse sich der Verdienstorden „weiterentwickeln“.

Der Berliner Landesorden. Der Regierende Bürgermeister von Berlin darf Bürger vorschlagen, die mit der Auszeichnung bedacht werden sollen. 
Der Berliner Landesorden. Der Regierende Bürgermeister von Berlin darf Bürger vorschlagen, die mit der Auszeichnung bedacht werden sollen. Sven Darmer

Berlin-Der Berliner Senat will eine Quote für den Verdienstorden des Landes einführen. Der Verdienstorden gilt als höchste Auszeichnung des Landes, mit dem Bürger geehrt werden, die sich „in besonderer Weise“ um die Hauptstadt verdient gemacht haben. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hat ein Vorschlagsrecht, er kann sich jedoch auch auf Anregungen des Parlaments und der Senatsmitglieder berufen. 

Wie die B.Z. berichtet, wurden unter der rot-rot-grünen Regierung 57 Personen mit dem Berlin-Orden ausgezeichnet, darunter 27 Frauen. Nun sollen mindestens 50 Prozent der Orden an Frauen verliehen werden. Die Quote werde laut Müller eingeführt, weil der Verdienstorden sich „weiterentwickeln“ müsse, um den „gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen“.

Überdies soll offenbar auch die Vielfalt anderer geschlechtlicher Identitäten bedacht werden, heißt es. Erstmals verliehen worden ist der Berlin-Orden 1987 vom ehemaligen Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU). Auch er selbst erhielt die Auszeichnung schon.