Berlin - Obwohl der Sommer noch in den Startlöchern steckt, liegt in einigen Berliner Straßen bereits Laub auf dem Boden. Auslöser ist nach Angaben der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz eine Pilzkrankheit, die ausschließlich Platanen befällt und sich aufgrund kühler und feuchter Witterung besonders stark ausbreiten konnte. Die Erkrankung macht sich durch braune und fleckige Blätter bemerkbar. Der Stiel stirbt ab und das Blatt fällt herunter.

„Der Pilz ist an allen Platanen zu finden. Es gibt eigentlich keine Bäume mehr, die in Berlin derzeit nicht befallen sind“, sagte Umweltexperte Derk Ehlert von der Senatsverwaltung. Nach Angaben des Experten ist es unmöglich, die Verbreitung des Pilzes zu verhindern. Das liege daran, dass der Wind die Pilzsporen weitflächig verteilt.

Pilzkrankheit brach zuletzt vor sieben Jahren in Berlin aus

In der Regel sei jedoch nur die erste Blattgeneration im Frühjahr betroffen, lebensbedrohlich für die Platanen sei die Erkrankung nicht. „Die meisten Bäume erholen sich und treiben dann neu aus“, sagte Ehlert. Auch für andere Pflanzen sowie Tiere und Menschen sei der Pilz ungefährlich. Zuletzt waren, den Angaben nach, vor sieben Jahren Platanen in Berlin von der Krankheit befallen.