Berlin - Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop drückt bei der Impfkampagne aufs Tempo – auch mit Blick auf Kinder und Jugendliche. „Die Impfquote steigt und das ist gut“, erklärte die Grünen-Politikerin am Sonntag. „Bislang sind aber gerade diejenigen nicht dabei, die in ihrem Alltag besonders von den Corona-Einschränkungen betroffen sind: Kinder und Jugendliche.“

Sie verzichteten seit mehr als einem Jahr auf soziale Kontakte und ihr gewohntes Bildungsumfeld. „Deshalb muss jetzt mit der baldigen Zulassung eines Impfstoffes für Kinder und Jugendliche eine breite Impfkampagne aufgesetzt werden. Mobile Impfteams an Schulen wären beispielsweise ein geeignetes niedrigschwelliges Angebot.“

Pop: Junge Generation schränkte sich zum Schutz der Älteren ein 

Die junge Generation habe sich in der Pandemie zum Schutz der Älteren stark eingeschränkt, so Pop. „Jetzt müssen wir alles dafür tun, um ihnen wieder so viel Freiheit wie möglich zurückzugeben.“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 27. Mai über das weitere Vorgehen bei den Corona-Impfungen beraten. Dabei könnte es unter anderem um das Impfen von Schülern und Studenten, den geplanten digitalen Impfnachweis sowie die Impflogistik im Sommer gehen.

Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will über die Empfehlung zur Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer ab zwölf Jahren entscheiden. Bislang gibt es in der EU für das Mittel eine Zulassung erst ab 16, für jüngere Minderjährige gibt es noch keinen Covid-19-Impfstoff.