Berlin - Aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie wird die Regelstudienzeit an den Bildungseinrichtungen der Hauptstadt ein zweites Mal verlängert. „Damit gilt für Studierende, die in diesem Wintersemester an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Berlin eingeschrieben und nicht beurlaubt sind, eine von der Regelstudienzeit abweichende, um ein Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit“, so die Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung.

Nach dem Sommersemester wird damit auch das Wintersemester 2020/2021 nicht als herkömmliches Semester gewertet. Damit werde sichergestellt, dass BAföG-Empfänger, die wegen der Corona-Lage länger studieren müssen, ihre entsprechenden Ansprüche auf Förderung nicht verlieren, teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), der auch Wissenschaftssenator ist, mit. 

In Berlin bekommen rund 22.000 Studierende finanzielle Unterstützung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG). Sie erhalten sie in der Regel jedoch nur während der sogenannten Regelstudienzeit. Müller kündigte zudem weitere Finanzhilfen für „Studierende in Not und für ihre technischen Bedarfe im Digitalstudium“ an.

Ab Januar würden für entsprechende Fonds des Studierendenwerks fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt, so der Politiker. Weiter hieß es: „Die Corona-Pandemie hat auch das Wintersemester fest im Griff, deswegen bitte ich unsere Hochschulen, ihren Studierenden wie im Sommersemester längere Abgabefristen für Hausarbeiten oder Abschlussarbeiten einzuräumen.“