Der in Berlin stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 31“ hat wegen technischer Probleme eine Nacht auf einer Blumenwiese auf dem Mexikoplatz in Zehlendorf verbringen müssen. Am Dienstagabend gegen 20 Uhr sei der Hubschrauber regulär für einen Notfalleinsatz auf der Wiese gelandet, sagte ein ADAC-Sprecher am Mittwoch. Ein Patient sei versorgt und mit einem Rettungswagen auf der Straße abtransportiert worden. Der Pilot wollte dann wieder starten, habe aber eine Fehlermeldung erhalten. Aus Sicherheitsgründen sei kein Start mehr möglich gewesen, sagte der Sprecher.

Der Hubschrauber musste über Nacht stehen gelassen und von der Polizei bewacht werden. Am Mittwochmorgen hätten Techniker das Problem behoben, und der Hubschrauber sei an seinen Standort am Charité-Klinikum Benjamin Franklin in Steglitz zurückgeflogen, so der ADAC. Berichte über eine Notlandung seien falsch.

Der Berliner Rettungshubschrauber flog im vergangenen Jahr knapp 2200 Einsätze. Im Jahr 2020 waren es noch 2900 Einsätze. Die gesunkene Zahl lag unter anderem an mehr Rettungswagen, die in Berlin unterwegs sind. Trotz des Rückgangs war „Christoph 31“ laut ADAC der Rettungshubschrauber mit den meisten Einsätzen bundesweit.

Häufigster Grund waren Menschen mit Herzproblemen oder Kreislaufzusammenbrüchen. In weniger als zehn Prozent der Fälle werden die Patienten ins Krankenhaus geflogen, meist kümmert sich der Notarzt des Hubschraubers nur um die erste Versorgung und der Patient wird dann mit einem Rettungswagen weggebracht. Der ADAC betreibt in ganz Deutschland 37 Hubschrauberstationen.