Berlin - Nach der Todesfahrt am Ku'damm hat das Land Berlin ein Beratungstelefon eingerichtet. Betroffene der Tat könnten sich dort täglich rund um die Uhr melden, um erste psychosoziale Unterstützung zu erhalten, teilte die Senatsverwaltung am Freitag mit. Es handele sich um ein Angebot der Zentralen Anlaufstelle, die bei der Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Antidiskriminierung angesiedelt ist. Eine weitere Anlaufstelle für Hilfesuchende ist der Berliner Krisendienst. Bei der Todesfahrt waren am Mittwoch auf dem Ku'damm und der Tauentzienstraße eine Frau getötet und mehr als 30 Menschen verletzt worden.

Besonders getroffen von der Tat ist eine Schulklasse aus dem nordhessischen Bad Arolsen, die in der Hauptstadt zu Gast war. Die Lehrerin starb, ein Lehrer und sieben Schüler kamen mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser. Für die Betroffenen hat auch die Polizei in Bad Arolsen eine Beratungsstelle eingerichtet. Wie ein Polizeisprecher am Freitag in Korbach sagte, könnten sich dort Schüler, Eltern und Lehrer von Montag an über die Möglichkeiten des Opferschutzes und der Opferentschädigung informieren.