Berlin - Herzchen, Kuss-Emojis, Heiratsanträge. Egal, was Sophia Thomalla (31) postet: Ihre Netzgemeinde gerät in Verzückung. Und fast zeitgleich hagelt es negative Kommentare und Beschimpfungen. 1,3 Millionen Follower hat die Berliner Moderatorin auf Instagram. Dort zeigt sie sich stets cool, manchmal aber auch leicht bekleidet. Das gefällt ihren Fans, sie bescheinigen ihr Perfektion, einen top Body zu haben oder würden nach eigenem Bekunden alles geben, um so auszusehen. Hunderte Kommentare sammeln sich unter jedem von Thomallas Posts.

Gerade hat die 31-Jährige wieder ein laszives Bild von sich veröffentlicht: ohne BH, die Brüste nur knapp bedeckt, verführerischer Blick, Walle-Mähne, edler Nadelstreifenanzug. Mehr als 56.000 Personen gefällt das! In den Kommentaren wimmelt es von Komplimenten. Ein User schreibt: „Ob mit oder ohne BH. Oder ganz nackig. Die Frau ist immer sehenswert.“ Ein anderer möchte Thomalla vom Fleck weg heiraten und postet seine Mailadresse.

Aber es gibt auch Menschen, denen das eben nicht gefällt. Immer wieder wird Sophia Thomalla vorgeworfen, ein nicht-feministisches Frauenbild zu transportieren, sich als Sexsymbol zu verkaufen. Das sei rückständig. Ein Vorwurf, den die Ostberlinerin nicht versteht: Von Feministinnen fühle sie sich nicht vertreten, sondern angegriffen, sagte sie vor Kurzem.

In der ZEIT sagte Thomalla: „Natürlich bin ich Feministin. Wenn ich im kurzen Rock herumstehe und über mich selbst Witze mache, wie ich da im kurzen Rock stehe, ist das mein verdammtes Recht als Frau.“ Ihre Karriere verlaufe wie ein Herzschlag, hoch und runter. „Ist doch okay so. Mal kriege ich aufs Maul. Mal kriege ich einen Topjob.“

Bei ihren Insta-Posts ist meist beides der Fall. Und so ergeht es vielen Frauen, die sich im Netz präsentieren: Sie stehen in der Öffentlichkeit, inszenieren sich, werben für etwas. Das bringt nicht nur Bewunderung und Likes, sondern provoziert auch Neid oder Ablehnung. Zweideutige Anspielungen, ob als Foto oder in schriftlicher Form gehören nun einmal zur Karrierestrategie von Sophia Thomalla. Und auch zu ihrer persönlichen Freiheit.

Mit dem heißen Wow-Foto wollte Sophia Thomalla aber nicht nur das Netz in Wallung bringen, sondern vor allem für den neuen Schüttflix-Kalender werben. Sie ist Investorin und Markengesicht der Firma, die per App Schüttgut auf Bestellung liefert.