BerlinBerlin hat sein Klimaziel für dieses Jahr bereits 2019 erreicht. Das geht aus Daten hervor, die das Amt für Statistik und die Senatswirtschaftsverwaltung am Donnerstag veröffentlichten. Demnach zeigt die vorläufige Berliner Energie- und CO2-Bilanz für das Jahr 2019 eine Minderung des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid um 40,7 Prozent im Vergleich zu 1990. Das Berliner Energiewendegesetz setzt als Ziel eine Reduktion von 40 Prozent bis 2020.

Nach Einschätzung von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) dokumentiert die Entwicklung, dass die Klimapolitik des rot-rot-grünen Senats Früchte trägt. Nicht zuletzt durch den eingeleiteten Kohleausstieg und andere Faktoren sei es gelungen, die realen CO2-Emissionen in den Jahren 2017 bis 2019 um über 1,9 Millionen Tonnen und damit um knapp 10 Prozent zu senken. Und das sei trotz starkem Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum gelungen. Pop zufolge sind viele andere Bundesländer nicht ganz so ehrgeizig wie Berlin und streben eine CO2-Minderung um 25 Prozent bis 2020 an.

Laut den nun vorgelegten vorläufigen Zahlen ging der sogenannte Endenergieverbrauch in Berlin 2019 im Vergleich zum Jahr davor um 1,2 Prozent zurück. Die CO2-Emissionen sanken im Jahresvergleich um 6,7 Prozent. Überdurchschnittlich sanken die Emissionen demnach in den Bereichen private Haushalte, Gewerbe, Dienstleistungen (-8,9 Prozent) und Verarbeitendes Gewerbe (-17,3 Prozent). Im Verkehrssektor blieben sie nahezu konstant (+0,5 Prozent).