Berlin: Senatorin Pop fordert Booster-Impfung nach fünf Monaten

Die Corona-Zahlen verlangen ein höheres Tempo beim Boostern, so Pop. Den Abstand zwischen Zweit- und Drittimpfung will sie von sechs auf fünf Monate verkürzen.

Berlins geschäftsführende Wirtschaftssenatorin: Ramona Pop (Grüne).
Berlins geschäftsführende Wirtschaftssenatorin: Ramona Pop (Grüne).dpa/Fabian Sommer

Berlin-Berlins geschäftsführende Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hat sich für Corona-Auffrischimpfungen schon nach fünf Monaten ausgesprochen. Bisher sind sechs Monate die Regel. „Aufgrund der drastisch steigenden Infektionszahlen brauchen wir mehr Tempo bei den Booster-Impfungen, um die Grundimmunisierung der Geimpften noch vor Weihnachten zu stärken“, sagte Pop am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. In Berlin ist die Corona-Inzidenz weiter angestiegen. Am Freitag lag der Wert nach den aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 279,2. 

„Ich schließe mich denen an, die eine Verkürzung des Abstandes zwischen den Impfungen befürworten, um bereits nach fünf Monaten zu boostern“, so die Grünen-Politikerin weiter. „Gleichzeitig dürfen wir nicht nachlassen bei unseren Bemühungen, Nichtgeimpfte von der Schutzwirkung der Impfung zu überzeugen.“

Für frühere Auffrischimpfungen ist unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Er plädierte am Donnerstag für Boosterimpfungen nach fünf Monaten. Man sehe an den Erfahrungen mit den Auffrischungsimpfungen in Israel, „dass Booster Entlastung gebracht haben“, sagte der CSU-Chef.