Nach einem versuchten Raub in Berlin-Grunewald flüchteten drei Verdächtige bis nach Dresden. Bei ihrer Flucht verursachten sie einen Unfall, woraufhin sie improvisieren mussten. Als sie sich endlich in Sicherheit wähnten, wurden sie von der sächsischen Polizei umzingelt und festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, am vergangenen Sonnabend einen 76-jährigen Berliner in einer Garage an der Richard-Strauss-Straße überfallen zu haben.

Nach Angaben der Polizei hatte der Senior sein Auto geparkt, als einer der Räuber an das Fenster der Fahrertür klopfte. Als der Rentner die Tür öffnete, versuchte der Unbekannte sofort, dessen Armbanduhr vom Handgelenk zu reißen, was durch die Gegenwehr des Autofahrers jedoch misslang. Dabei erlitt der Senior leichte Rumpfverletzungen. Anschließend flüchtete der Täter zu einem Komplizen, der auf einem Motorrad wartete, so die Polizei weiter.

Bei ihrer Flucht stürzten sie mit dem Motorrad, woraufhin sie die Maschine an der Unfallstelle liegen ließen und zu Fuß zu einem in der Nähe stehenden Auto rannten, in dem ein Komplize saß. Das Trio konnte zunächst mit dem Fluchtwagen entkommen.

Ermittler spüren den Unterschlupf der Bande auf

„Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass an dem zurückgelassenen Motorrad der Marke Honda ein gefälschtes Kennzeichenschild angebracht war“, erklärte ein Polizeisprecher. Die Ermittler erhielten daraufhin Hinweise zu einer Adresse in Dresden-Pieschen, zu der die mutmaßlichen Täter geflüchtet sein könnten. Dresdner Polizisten gingen der Spur nach und bemerkten fünf Verdächtige im Alter von 23, 37, 44, 48 und 51 Jahren, die sich auffällig vor einem Mehrfamilienhaus an der Mohnstraße verhielten. Die Einsatzkräfte überraschten die Männer und nahmen sie fest.

Bei einer Durchsuchung der Wohnung in dem Mehrfamilienhaus fanden die Ermittler umfangreiches Beweismaterial, auch der Fluchtwagen wurde in der Nähe entdeckt. Der 23-Jährige, der 37-Jährige und der 44-Jährige befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Zweien der Männer wurde der Haftbefehl am Krankenbett in einer Klinik verkündet. Der eine hatte sich beim Motorradsturz verletzt, der andere bei seiner Festnahme.

Die beiden 48 und 51 Jahre alten Tatverdächtigen wurden nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wieder aus dem Gewahrsam entlassen.