Nach einer Serie von neun Einbrüchen in Shisha-Bars müssen sich vier junge Männer vor dem Berliner Landgericht verantworten. Drei 22- bis 25-Jährige sollen in unterschiedlichen Konstellationen in verschiedene Bars eingedrungen sein, um Bargeld, Shisha-Pfeifen, Tabak, Laptops, Handys und Alkohol zu stehlen. Zudem sollen zwei der Angeklagten einen Mann an dessen Haustür überfallen haben. Zu Prozessbeginn am Montag gestanden die jungen Männer im Wesentlichen.

Die Serie begann im Juli 2019 und endete rund sieben Monate später, als zwei der mutmaßlichen Einbrecher im Stadtteil Wilmersdorf auf frischer Tat gestellt wurden. Die Angeklagten sollen durch die Taten insgesamt mehr als 12 000 Euro erlangt haben. In zwei Fällen sei es bei einem Versuch geblieben. Die Anklage lautet unter anderem auf besonders schweren Diebstahl und Sachbeschädigung.

Der Verteidiger eines 23-Jährigen erklärte, sein Mandant habe Geld gebraucht, „weil er sich damals nur noch in Shisha-Bars rumtrieb“. Ein 25-Jähriger gab über seinen Verteidiger zu, sich wegen Spielschulden an einer Tat beteiligt zu haben, die allerdings erfolglos geblieben sei. Inzwischen habe er eine Ausbildung begonnen und den Kontakt zu seinen damaligen Freunden abgebrochen. Der Prozess wird am 23. Juni fortgesetzt.