In Berlin sollen fünf neue Bürgerämter entstehen. Das kündigte Innensenatorin Iris Spranger gegenüber der Berliner Morgenpost an. „Ich bin mir der Verantwortung bewusst, eine leistungsfähige Verwaltung sicherzustellen“, sagte sie gegenüber der Zeitung. Daher sei die Eröffnung von bis zu fünf neue Bürgerämter geplant, einhundert  zusätzliche Mitarbeiter sollen eingestellt werden. Außerdem werde ein Pool an Beschäftigten für Personalengpässe eingerichtet.

Grund für die Maßnahmen sei, dass es für Menschen in der Hauptstadt derzeit kaum möglich ist, innerhalb der angedachten 14 Tage einen Termin bei einem Bürgeramt zu ergattern. Oft müssen Berlinerinnen und Berliner sich über Wochen und Monate gedulden, um etwa einen Termin für die Ausstellung eines neuen Personalausweises zu bekommen. Eine neue „14-Tage-Arbeitsgruppe“ soll nun bis März 2023 verbindliche Konzepte erarbeiten und Entscheidungen treffen, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Darunter falle auch die Auswahl neuer Standorte.

Treptow-Köpenick verfüge etwa nur über zwei Bürgerämter – und das obwohl es der flächenmäßig größte Bezirk Berlins ist. Hier stellt Spranger einen weiteren in Aussicht. Das würde auch die Erreichbarkeit deutlich erhöhen. Über weitere geplante Standorte war zunächst nichts bekannt.