Initiativen, Vereine und öffentliche Einrichtungen sollen in Berlin etwa 65 zusätzliche Kiez-Parklets bis Mitte 2022 bauen und auf die Straßen der Hauptstadt setzen. Am Förderprogramm nehmen bisher die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf teil. Wie die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mitteilt, kostet das Vorhaben 200.000 Euro. Bereits im vergangenen Jahr formulierte die Verwaltung dieses Vorhaben und erneuert es nun. Vor einem Jahr zogen nur drei Bezirke mit. Das soll sich jetzt ändern. Mit Beschluss des neuen Doppelhaushalts beginnt die nächste Antragsrunde. Das Parklet-Förderprogramm soll dann laut Verkehrsverwaltung auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden.

Die Vereine NaturFreunde Berlin und Berlin 21 unterstützen die Verkehrsverwaltung bei der Durchführung des Programms und haben standardisierte Parklet-Bauformen entwickelt. Jede Initiative wurde mit durchschnittlich 3100 Euro gefördert, heißt es aus der Verkehrsverwaltung.

Parklets in Berlin: Lichtenberg lehnt zwei Anträge ab

Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) weihte bereits am Montag zwei neue Parklets in Friedrichshain ein. Sie sagt: „Klimaschutz macht unsere Bezirke und Kieze grüner. Kiez-Parklets helfen dabei enorm, denn sie gestalten den Straßenraum neu und erhöhen die Aufenthaltsqualität. Wo vorher der Platz von einem Auto blockiert wurde, können sich nun Anwohnende an grünen Oasen erfreuen und dort verweilen.“

Die Parklets sind aber nicht ganz unumstritten. Lichtenbergs Verkehrsstadtrat Martin Schaefer (CDU) lehnte zwei Anträge auf neue Parklets ab. Das eine war vor einem Familienzentrum geplant, das andere vor einer Kita. Laut Tagesspiegel soll Schaefer Sicherheitsbedenken gehabt haben.