Von Montag an können sich Kontaktpersonen von Infizierten an Berliner Kitas durch tägliche Tests der Quarantäne entziehen. Mit der Anwendung des sogenannten „Test-to-stay“ -Verfahrens könnten Kinder und Beschäftigte dann weiter in der Einrichtung bleiben, auch wenn sie Kontaktpersonen eines positiv getesteten Covid-19-Falles in ihrer Kita-Gruppe seien, teilte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie am Mittwoch mit. Voraussetzung sei, dass die Kontaktpersonen symptomfrei seien und fünf Tage in Folge negativ getestet würden.

Zwei Millionen Lolli-Tests bestellt

Die Regelung gilt der Senatsverwaltung zufolge auch für geimpfte und genesene Kinder. Zur Umsetzung der Methode seien zusätzlich zwei Millionen Lolli-Tests bestellt worden, hieß es. Weitere sollen folgen. Eltern bekommen demnach drei Tests pro Woche, bei einem Infektionsfall fünf, um die Testungen an den aufeinanderfolgenden Tagen zu ermöglichen.

„Unser Ziel ist es, dass die Kinder weiterhin innerhalb ihrer festen Betreuungsgruppe am sozialen Geschehen in der Kita teilhaben können und wir gleichzeitig den höchstmöglichen Schutz vor einer Infektion sicherstellen“, sagte Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) laut Mitteilung.

Laut Senatsverwaltung können Eltern aber auch entscheiden, ihr Kind nicht in die Einrichtung zu bringen, wenn es engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person gehabt habe. Dann werde die Quarantäne wie bisher vom Gesundheitsamt ausgesprochen und bescheinigt. Wie bisher sollen demnach die Tests zuhause von den Eltern durchgeführt werden. Wenn ein Kind positiv getestet werde, müsse es in Quarantäne und sich einer Nachtestung unterziehen.