Berlin - Ein majestätischer Flamingo steht arttypisch auf einem Bein, um ihn herum sind weitere Vögel und das offene Meer zu sehen. Dazu ist der Spruch zu lesen: „Freiheit. Zu sein, was man ist.“ Das Bild ist eines von mehreren Motiven, mit denen die Freien Wähler Berlin derzeit Wahlkampf machen. Noch ist es auf vielen Plakaten in der Stadt zu sehen. Diese Plakate werden allerdings Nacht für Nacht weniger. Offenbar finden einige Menschen in dieser Stadt besagte Plakate dermaßen ansprechend, dass sie die Wahlwerbung einfach stehlen.  

„Aktuell vermissen wir etwa 200 Flamingos im Berliner Süden, von Wannsee bis Köpenick“, sagt Marcel Luthe, der als Spitzenkandidat in den Wahlkampf zieht. Dass es Menschen sind, die die Freien Wähler nicht mögen und die Plakate deswegen entfernen, hält er für ausgeschlossen. So habe man keinen „demolierten oder beschmierten“ Flamingo gefunden. Zudem sei jeweils nur die Flamingo-Optik gestohlen worden, die Rückseiten mit anderen Motiven seien von den Unbekannten hängen gelassen worden. 

Das Entfernen von Wahlplakaten ist zwar verboten und kann strafrechtliche Folgen haben. Die Polizei einschalten will Luthe aber nicht, wie er sagt. Denn grundsätzlich freue es ihn natürlich, wenn die Berliner die Wahlplakate schön finden. „Schön wäre es allerdings auch, wenn die Plakate ihren Zweck erfüllen und von mehr als einem Menschen angeschaut werden“. Zudem verspricht Luthe, dass er die Flamingo-Plakate nach der Wahl gerne verschenken wird.