Wiesbaden - In Deutschland sind im ersten Halbjahr 2021 so wenige Menschen im Verkehr ums Leben gekommen wie seit 1990 nicht mehr. Insgesamt starben in Deutschland in den ersten sechs Monaten des Jahres 1128 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Dies entsprach einem Rückgang von 12,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Grund dafür sei auch das niedrige Verkehrsaufkommen während der Corona-Pandemie.

Insgesamt nahm die Polizei im ersten Halbjahr 2021 mit 1,05 Millionen gut zwei Prozent weniger Unfälle auf als in der ersten Jahreshälfte des Vorjahres. Bereits 2020 hatte es so wenig Verkehrstote gegeben wie seit 1990 nicht mehr, dieser Tiefststand wurde im ersten Halbjahr 2021 nun erneut unterschritten. Auch die Zahl der Verletzten sank um zehn Prozent im Vorjahresvergleich auf insgesamt 134.800 Menschen. Die Zahl der Unfälle mit Verletzten sank im Vorjahresvergleich um rund neun Prozent.

Geringste Zahl an Verkehrstoten in Hamburg und Berlin 

Statistisch starben somit im ersten Halbjahr im Schnitt 14 Menschen je eine Million Einwohner im Straßenverkehr. Deutlich höher lag der Durchschnitt mit 27 Verkehrstoten pro eine Million Einwohner in Sachsen-Anhalt. Auch in Brandenburg mit 22 und in Niedersachsen mit 19 Toten pro eine Millionen Einwohner war die Gefahr eines tödlichen Verkehrsunfalls höher als im gesamtdeutschen Durchschnitt.

Die wenigsten Verkehrstoten gab es in den Stadtstaaten Hamburg und Berlin. Dort starben lediglich vier beziehungsweise sechs Menschen je eine Million Einwohner im Straßenverkehr. Auch in Nordrhein-Westfalen mit neun, in Hessen mit elf und in Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein mit jeweils 13 Verkehrstoten pro eine Million Einwohner gab es im ersten Halbjahr 2021 weniger tödliche Verkehrsunfälle als im Durchschnitt.