Nach dem schweren Autounfall mit drei toten jungen Männern in Berlin-Treptow hat der Prozess gegen den Fahrer begonnen. Der 22-Jährige, der als einziger der vier Männer im hochmotorisierten Wagen überlebt hatte, muss sich wegen eines illegalen Kraftfahrzeugrennen mit tödlichem Ausgang sowie Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten. Zu Prozessbeginn am Freitag vor dem Berliner Landgericht äußerte der mutmaßliche Raser Bedauern und erklärte, er müsse „irgendwie die Kontrolle über das Auto verloren haben“. Den Familien der Verstorbenen sprach er sein Beileid aus.

Der Wagen mit vier Insassen im Alter zwischen 19 und 21 Jahren war am späten Abend des 2. Februar 2021 mit hohem Tempo zunächst gegen Bäume an der Straße Am Treptower Park geknallt. Dann krachte das Auto mit solcher Wucht gegen einen Baucontainer, dass es zerriss und in Flammen aufging. Laut Anklage hatte der Fahrer zuvor in der Tempo-30-Zone bei schwierigen Straßen- und Sichtverhältnissen auf mindestens 150 Kilometer pro Stunde beschleunigt.

Ein junger Mann starb noch an der Unfallstelle, ein zweiter wenige Stunden später. Der dritte Insasse wurde zunächst mit schweren Brandverletzungen in eine Spezialklinik gebracht. Dort erlag der 19-Jährige am 6. Februar seinen Verletzungen.