Berlin - Der Berliner Senat hat sich am frühen Mittwochabend auf eine flächendeckende 2G-Regel für die ganze Stadt geeinigt. Das erfuhr die Berliner Zeitung aus Senatskreisen. Der Schritt wurde bereits am Sonntagabend von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci angekündigt. Jetzt ist der Beschluss gefolgt.

Damit dürfen nur noch Genesene oder Geimpfte ins Kino, Theater oder Restaurant. Ein negativer Test berechtigt nicht mehr zur Teilnahme. Auch Freizeiteinrichtungen wie Saunen und Thermen sowie Vergnügungsstätten wie Spielhallen, sowie geschlossene Räume in Freizeitparks oder im Berliner Zoo und im Tierpark sind von der Regelung betroffen. Auch zu Veranstaltungen im Freien ab 2000 Teilnehmern sind nur noch Geimpfte und Genesene zugelassen, darunter fallen auch Fußballspiele. Bei körpernahen Dienstleistungen wie Friseuren und in der Prostitution gilt ebenfalls eine Pflicht für 2G. Auch in Zoo und Tierpark wird 2G gelten, aber nur in den Tierhäusern und im Aquarium. Die Außenanlagen dürfen Ungeimpfte weiter betreten.

Der Einzelhandel ist von der Regelung in Berlin komplett ausgenommen. In Hochschulen und Bibliotheken bleibt es bei der 3G-Regel, allerdings wird dort wieder eine Maskenpflicht eingeführt. Auf Weihnachtsmärkten bleibt die 2G-Regelung optional

Beim Einkaufen bleibt alles wie bisher: Maskenpflicht und Abstand

Die Regelung gilt ab Montag. Personen unter 18 Jahren sind von der 2G-Regel ausgenommen, heißt es aus Teilnehmerkreisen. Darüber hinaus gibt der Senat an Unternehmen die Empfehlung ab, 50 Prozent der Angestellten im Homeoffice zu lassen. Für „patientennahes Personal“ in Krankenhäusern gilt eine 3G-Regel – wer nicht genesen oder geimpft ist, muss dort täglich einen negativen Test vorweisen.

Bisher galt in Berlin, dass zum Beispiel Restaurantbetreiber oder Veranstalter selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu ihren Innenräumen Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder nur noch Geimpften und Genesenen (2G). Bei 2G entfällt dann die Maskenpflicht. Dagegen ist für Clubs und andere Anbieter von Tanzveranstaltungen 2G schon bisher vorgeschrieben.

Ausnahmen: 3G gilt noch für Gottesdienste und bei Veranstaltungen der Demokratieausübung und Wahrnehmung der Mitbestimmungsrechte. Beim Einkaufen gilt weder 2G noch 3G: Hier bleibt es bei Maskenplicht und Abstandsregeln. 

Mit der Verschärfung der Corona-Maßnahmen reagiert der Senat auf die erheblich gestiegenen Infektionszahlen in Deutschland und Berlin. Nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in der Hauptstadt bei 227,8(mit dpa)