Verbände können bald „im Namen“ von Tieren klagen (Symbolbild).
dpa/Annette Riedl

BerlinOrganisationen und Verbände können in Berlin in Zukunft stellvertretend für Tiere klagen. Das ermöglicht ein neues Gesetz, das anerkannten Tierschutzorganisationen ein sogenanntes Verbandsklagerecht einräumt. Es soll den Fraktionen von Grünen und Linken zufolge am Donnerstag verabschiedet werden.

Das Gesetz ermöglicht Tierschützern, juristisch gegen etwaige Missstände vorzugehen. Denkbar sind beispielsweise Klagen gegen sogenannte Qualzuchten bei Hunden oder gegen die Genehmigung von Tierversuchen.

Daneben werden Mitwirkungsrechte verbessert: Die Organisationen bekommen bei Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften im Bereich Tierschutz Gelegenheit zur Stellungnahme. Einige andere Bundesländer haben ähnliche Gesetze.