Berlin - Ein betrunkener Autofahrer hat nach einem schweren Unfall auf einer Kreuzung in Berlin-Wedding versucht, vor der Polizei zu flüchten. Weit kam er jedoch nicht. Als er kurz darauf von Einsatzkräften zur Rede gestellt wurde, schob er die Schuld auf seinen Beifahrer. Der wiederum wehrte sich gegen die Vorwürfe.  

Die beiden hatten nach Angaben der Polizei am Mittwochnachmittag eine rote Ampel übersehen, als sie von der Seestraße links in die Afrikanische Straße abbiegen wollten. Dabei rammten sie den Toyota einer 28-jährigen Autofahrerin. Durch die Wucht des Aufpralls drehte sich der Wagen der Frau einmal um die eigene Achse und kam an einer Straßenlaterne auf der Mittelinsel zum Stehen, so die Polizei. Die Frau hatte Glück, sie wurde nur leicht verletzt. 

Unfallwagen macht nach 250 Metern schlapp

Zeugen berichteten der Polizei später, dass die beiden Unfallverursacher nicht stoppten, sondern einfach weiterfuhren. Ihre Flucht misslang jedoch, da der Wagen so stark beschädigt worden war, dass er nach 250 Metern mitten auf der Straße stehen blieb. Als alarmierte Polizisten am Unfallort eintrafen, standen die 26- und 30-jährigen Männer bereits vor dem kaputten Wagen.

„Keiner der beiden wollte gefahren sein. Demnach konnten die Kollegen nicht mehr eindeutig feststellen, wer von ihnen tatsächlich am Steuer saß“, sagte eine Polizeisprecherin. Da beide eine starke Alkoholfahne hatten und betrunken wirkten, wurde ihnen in einem Polizeigewahrsam Blut abgenommen. Anschließend konnten sie ihren Weg fortsetzen – natürlich zu Fuß. Die weiteren Ermittlungen übernahm ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte.