Berlin - In der Nacht zu Donnerstag hat es erneut im ehemaligen Kinderkrankenhaus in Berlin-Weißensee gebrannt. Über 200 Quadratmeter des Dachstuhls des leerstehenden Gebäudes standen im Bezirk Pankow in Flammen, teilte die Feuerwehr am Donnerstagmorgen mit. Die rund 40 Einsatzkräfte hatten mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein forderte nach zahlreichen Bränden in der Bauruine, dass das Gelände endlich besser gesichert wird. 

So hatten auch die letzten Löscharbeiten viele Stunden gedauert. Aus noch ungeklärter Ursache stand nachts plötzlich der Dachstuhl in Flammen. Das Feuer sei gegen Mitternacht entdeckt und zwei Stunden später gelöscht worden. Rund 40 Quadratmeter Dach seien auf die Etage darunter gefallen, erklärte Kirstein. Da das Haus seit Jahren marode ist, brach durch die Last der Fußboden durch, sodass die schweren Trümmerteile bis ins Erdgeschoss stürzten.

Kinderklinik in Weißensee wird immer mehr zur Gefahr 

Es sei viel Können und Glück dabei gewesen, dass niemand bei dem Einsatz verletzt wurde, so Kirstein. „Da gibt es kein Licht, kein Treppengeländer und keine wirkliche Sicherheit“, sagte Kirstein der Berliner Zeitung. In den vergangenen Jahren habe es dutzende Male in der einstigen Kinderklinik gebrannt. Gesichert wurde das Geländer aber nie. 

In dem leerstehenden Haus halten sich immer wieder Jugendgruppen, Obdachlose und Künstler auf. Nach Angaben der Polizei kann nicht ausgeschlossen werden, dass es dort häufiger zu Brandstiftungen kam. Ob das Feuer auch diesmal fahrlässig oder vorsätzlich entzündet wurde, muss nun ein Brandkommissariat klären, hieß es.