Gesundbrunnen: Jüdisches Krankenhaus evakuiert – Bombe gefunden

Die Entschärfung der Weltkriegsbombe ist für den 12. Dezember geplant. Das Krankenhaus musste dafür komplett geräumt werden.

Die Weltkriegsbombe wurde mit einem Wasserkissen gesichert.
Die Weltkriegsbombe wurde mit einem Wasserkissen gesichert.Morris Pudwell

Berlin-Bei Bauarbeiten Mitte November ist in Berlin-Gesundbrunnen eine Weltkriegsbombe entdeckt worden. Spezialisten der Polizei stellten keine akute Gefahr durch den Blindgänger fest. Daher wurde mit der Entschärfung der 250-Kilogramm-Bombe gewartet. Am heutigen Sonntag (12. Dezember) soll die Weltkriegsbombe nun unschädlich gemacht werden, teilt das Jüdische Krankenhaus mit. Der Fundort der Bombe liegt auf dem Gelände der Einrichtung in der Iranischen Straße.

Das Krankenhaus müsse für die Entschärfung komplett evakuiert werden, heißt es auf der Internetseite der Einrichtung. Wie viele Patienten das betreffe, konnte man wenige Tage zuvor noch nicht sagen, so die Pressestelle des Jüdischen Krankenhauses auf Anfrage. Auch die Dauer der Evakuierung sei noch unklar.

Der Evakuierungsradius betrage 500 Meter und gehe weit über das Gelände des Krankenhauses hinaus – auch ein Altenheim befindet sich dann am Sonntag in dem Sperrkreis.

Jüdisches Krankenhaus stoppt Aufnahmen teilweise

Das Jüdische Krankenhaus hat seit dem Nikolaustag (6. Dezember) nur noch Patienten aufgenommen, die nicht länger als 24 Stunden behandelt werden mussten, heißt es auf der Internetseite. Die Zentrale Notaufnahme schließt für die Zeit der Entschärfung. Geplante Eingriffe, die eine längere Liegezeit wahrscheinlich machen, wurden verschoben. Besuchszeiten wurden bis zur Evakuierung sichergestellt.

Die Weltkriegsbombe war am Mittag des 19. Novembers auf einer Baustelle entdeckt worden. Sprengstoffspezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) untersuchten den Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg und sicherten ihn mit einem speziellen Wasserkissen. Eigentlich war die Entschärfung für die darauffolgende Woche geplant, das hat sich nun verschoben. Auch wegen der Corona-Pandemie müssten viele Umstände berücksichtigt werden, so die Polizei.