Berlin - Drei Wochen haben die Freien Wähler um den früheren FDP-Abgeordneten und jetzigen FW-Spitzenkandidaten Marcel Luthe noch Zeit, auf Stimmenjagd zu gehen. In Brandenburg und Rheinland-Pfalz haben es die Freien Wähler in den Landtag geschafft, in Bayern regieren sie seit 2018 an der Seite der CSU. Schaffen die Freien Wähler nun auch den Einzug in das Berliner Landesparlament?

Zuletzt hat die Metademoskopieplattform Dawum Ende August einen Wert von 3,5 Prozent für die konservativ-liberale Partei ermittelt. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa können sich zudem 27 Prozent aller Befragten zumindest vorstellen, am 26. September für die Freien Wähler zu stimmen. Dabei kommen die Befragten aus nahezu allen politischen Lagern.

Jeweils rund ein Drittel der bisherigen Wähler von SPD (31 Prozent), CDU (32 Prozent), FDP (32 Prozent) und AfD (38 Prozent) hat die Frage bejaht, sich vorstellen zu können, die Freien Wähler zu wählen. Gleiches gilt für jeden fünften Wähler der Linke und immerhin jeden sechsten Wähler der Grünen.

Allerdings stellt sich nicht nur die Frage, ob es die Freien Wähler am 26. September über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen. Denn sollte Luthe in seinem Wahlkreis Grunewald und Halensee ein Direktmandat erreichen, ist die Fünf-Prozent-Hürde nur noch bedingt relevant. Dann könnten bis zu acht Abgeordnete der Freien Wähler in das Parlament einziehen. Was ein Wahlerfolg für eine mögliche Regierungskoalition in Berlin bedeuten könnte, hat Dawum in verschiedenen Szenarien berechnet.