Berlin - Auch in diesem Jahr werden viele Erstklässler in Berlin aufgrund des Umgangs mit der Corona-Krise auf ihre ärztlichen Untersuchungen vor der Einschulung verzichten müssen. Nach Informationen von RBB24 wird ein Großteil der Schuleingangsuntersuchungen bei den 30.000 neuen Berliner Schulkindern wohl entfallen. 

Bei den Untersuchungen der Schulreife wird festgestellt, wie gut die baldigen Erstklässler sehen, hören, sprechen und sich bewegen können. Im vergangenen Jahr musste ein Drittel von ihnen bereits auf die Untersuchung verzichten, weil die Hygienemaßnahmen einen zu großen Zeitaufwand bedeutet hätten.

Große Unterschiede zwischen den Bezirken

Constanze Rosengart, Leiterin der Carl-Schurz-Grundschule, beschreibt auf RBB24 diese Entwicklung als sehr problematisch. Im vergangen Jahr hätte sich gezeigt, dass viele Erstklässler noch überhaupt nicht schulreif waren. Einige Kinder hätten nicht einmal einen Stift halten können, beschreibt Rosengart das Problem. Sie würden im Unterricht nicht mitkommen. Daher bräuchten gerade 15 von 18 Schulanfängern intensivere Betreuung als üblich. 

Bei den Berliner Bezirken zeichnete sich im vergangenen Jahr eine ungleiche Verteilung bei den Ausfällen der Untersuchungen durch Schulärzte aus. Während in Mitte, Pankow und Marzahn fast sämtliche Eingangsuntersuchungen ausfielen, seien laut RBB in Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau so gut wie alle Schulanfänger untersucht worden.