Das Wildbaden im Weißen See im Bezirk Berlin-Pankow wird in dieser Saison erneut verboten. Baden ist demnach nur im Strandbad möglich, nicht mehr wild vom unbefestigten Ufer aus. Der Bezirk Pankow untersagt außerdem das Grillen und Fahrradfahren auf den Wiesen rund um den Weißen See. Ordnungsstadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU) sagte der Berliner Zeitung, dass demnächst Hinweisschilder mit den Parkregeln aufgestellt werden. „Das Ordnungsamt wird rund um den Weißen See Präsenz zeigen“, erklärte sie weiter.

Das Wildbaden ist offiziell schon länger verboten: Im vergangenen Jahr wollte der Bezirk die Uferzone auch einzäunen, doch die Pläne verliefen im Sande. Jetzt kommen also Hinweisschilder. Der Grund für die harten Maßnahmen: Der Weiße See verliert jährlich mehr Wasser. Mitunter wird sogar schon Fremdwasser eingeleitet. Eine Ursache für den Wasserverlust sind auch die Badegäste, hatte Strandbad-Pächter Alexander Schüller schon im vergangenen Jahr erklärt. An warmen Tagen seien etwa 4000 Menschen am See. Sie tragen das Wasser nach dem Baden auch mit T-Shirts und Shorts aus dem See. Hinzu kommt, dass es am unbewachten Ufer immer wieder tödliche Badeunfälle gibt.

Die Uferwiesen werden besonders im Sommer stark beansprucht und müssen geschont werden. Manuela Anders-Granitzki sagte, dass in Zukunft die Renaturierung der Uferzone ansteht. Gut möglich, dass dafür auch Teile des Sees vorübergehend abgezäunt werden.