Berlin - Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie wiederholen 825 Berliner Kinder und Jugendliche das alte Schuljahr freiwillig. Das sind mehr als doppelt so viele Schüler und Schülerinnen wie im vergangenen Schuljahr. 2020/2021 zählte die Bildungsverwaltung nur 409 freiwillige Wiederholer. Allerdings war die Gesamtschülerzahl 2020/21 auch niedriger als momentan. Die Quote der freiwilligen Wiederholer stieg von 0,1 auf 0,3 Prozent.

Auch die Zahl der unfreiwilligen Sitzenbleiber stieg leicht an: von 1094 (0,4 Prozent) auf aktuell 1548 (0,5 Prozent). Insgesamt liegt die Quote der Wiederholer damit momentan bei 0,8 Prozent, im vergangenen Schuljahr lag sie bei 0,5 Prozent.

Zahl der Sitzenbleiber in Berlin im Vergleich zum Bundesschnitt gering

Im Schuljahr vor der Pandemie lag die Quote der freiwilligen Wiederholer bei 0,2 Prozent und die Quote der unfreiwilligen Wiederholer bei 0,5 Prozent, insgesamt also bei 0,7 Prozent und damit nur geringfügig niedriger als aktuell. In der Statistik werden allerdings nicht alle Sitzenbleiber mitgezählt: Schüler, die drei Jahre in der Schulanfangsphase bleiben, gelten laut Verwaltung nicht als Wiederholer. Zur Schulanfangsphase werden das erste und zweite Schuljahr gezählt.

Das Schuljahr 2020/2021 war mit vielen Einschränkungen verbunden: Monatelang mussten die Kinder mit dem Wechsel von Präsenzunterricht in der Schule und digitalem Lernen zu Hause leben. Die 7. bis 9. Klassen konnten die Schulen monatelang gar nicht besuchen.

In Berlin ist die Zahl der Sitzenbleiber besonders niedrig. Das Bundesamt für Statistik meldete im Februar, dass die Quote in Berlin bundesweit am geringsten sei.