Berlin - Kita-Mitarbeiter in Berliner Brennpunktgebieten können ab sofort bis zu 300 Euro Gehaltszulage im Monat erhalten. Damit soll deren Engagement in Stadtgebieten mit hoher sozialer Benachteiligung gewürdigt werden, wie die Senatsverwaltung am Mittwoch mitteilte. Kita-Träger können die Zulage für ihre Mitarbeiter rückwirkend ab dem 1. August beantragen. In diesem ersten Bewilligungszeitraum sollen rund 500 Einrichtungen bis Ende Januar profitieren. Im nächsten Jahr sind zwei weitere Runden vorgesehen.

„Unser Ziel ist es, mehr Personal für bestimmte Brennpunktgebiete zu gewinnen und diesen Einsatz mit einem finanziellen Ausgleich zu würdigen“, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Die Tätigkeit in bestimmten sozialen Gebieten sei eine Herausforderung.

Teilnahmeberechtigt sind den Angaben nach Kitamitarbeiter in besondere Sozialräumen – also unter anderem in den aktuell 33 Teilen der Stadt, die einem Quartiermanagement unterliegen. Seit diesem Jahr dabei sind etwa die Thermometersiedlung in Lichterfelde, die Alte Hellersdorfer Straße in Hellersdorf und die Titiseestraße in Waidmannslust.

Zudem werden Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf berücksichtigt. Dort ist die soziale Benachteiligung überdurchschnittlich hoch. 42 Bereiche in der Stadt fallen laut dem aktuellsten Monitoring Soziale Stadtentwicklung Berlins von 2019 darunter – unter anderem der Huttenkiez in Moabit, der Oranienplatz in Kreuzberg und der Germaniagarten in Tempelhof.