Berlin - Die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses können im nächsten Jahr mit steigenden Diäten rechnen. Bleibt es dabei, dass die Daten des Statistischen Landesamtes zur Entwicklung der Bruttogehälter in ausgewählten Branchen die Grundlage dafür bieten, läge die Erhöhung bei 1,9 Prozent. Die Abgeordneten des Landesparlaments, das am Sonntag neu gewählt wird, müssten allerdings zunächst beschließen, dass dieses Verfahren beibehalten wird, wie ein Sprecher des Abgeordnetenhauses am Montag erläuterte.  

Die Diäten würden dann von monatlich 6532 auf 6650 Euro steigen. Das Abgeordnetenhaus kommt nach der Wahl voraussichtlich am 4. November erstmals zusammen. Zuvor hatte die Berliner Morgenpost darüber berichtet.

Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland (SPD), hat die Parlamentarier in der vergangenen Woche über die aktuellen Daten des Statistischen Landesamtes informiert. Berlins Abgeordnete hatten 2019 mit breiter Mehrheit eine deutliche Anhebung der Diäten von zuvor rund 3950 auf 6250 Euro und gleichzeitig das sogenannte indexbasierte Verfahren beschlossen. Danach verändern sich die Diäten so wie die Bruttogehälter in Vollzeit beschäftigter Arbeitnehmer ausgewählter Branchen. Zuvor galt das Abgeordnetenhaus offiziell als Teilzeitparlament, inzwischen nicht mehr. Unter anderem hat sich die Dauer der Plenarsitzungen dadurch erhöht.