Berlin - Die Mandatsträger im Abgeordnetenhaus üben einem Medienbericht zufolge im Vergleich überdurchschnittlich häufig bezahlte Nebentätigkeiten aus. Wie der Tagesspiegel schreibt, gehen 69 von den insgesamt 169 Abgeordneten einer zusätzlichen Beschäftigung nach. Das sind rund 43 Prozent. Im Bundestag sind es den Angaben nach 22 Prozent.

Vorn liegen bei der Auswertung dabei die Abgeordneten der FDP. Von deren elf Parlamentariern geben acht an, dass sie neben ihrer Abgeordnetenentschädigung weiteres Geld verdienen.

Weitere Verteilung der Abgeordneten mit bezahlter Nebentätigkeit:

  • CDU: 20 von 31 Abgeordneten (65 Prozent)
  • AfD: Zwölf von 22 Abgeordneten (55 Prozent)
  • SPD: 20 von 38 Abgeordneten (53 Prozent)
  • Grüne: Vier von 27 Abgeordneten (15 Prozent)
  • Linke: Drei von 27 Abgeordneten (elf Prozent)

Die Nebeneinkünfte der Berliner Abgeordneten müssen seit Oktober 2020 offengelegt werden. Dies geschieht in einem fünfstufigen System, in dem sie außerdem über die Höhe der Einkünfte berichten müssen. Laut Tagesspiegel verteilen sich die Politiker darauf wie folgt:

Verteilung der Nebeneinkünfte nach Stufen 

  • Stufe 1: Bruttojahreseinkünfte von einem Euro bis 25.000 Euro (30 Abgeordnete)
  • Stufe 2: Bruttojahreseinkünfte von 25.001 Euro bis 75.000 Euro (20 Abgeordnete) 
  • Stufe 3: Bruttojahreseinkünfte von 75.001 Euro 150.000 Euro (sechs Abgeordnete) 
  • Stufe 4: Bruttojahreseinkünfte von 150.001 Euro bis 250.000 Euro (drei Abgeordnete)
  • Stufe 5: Bruttoeinkünfte von über 250.000 Euro im Jahr (niemand)