Berliner Apotheken bieten voraussichtlich ab der kommenden Woche Corona-Impfungen an. Das kündigte der Sprecher des Apotheker-Vereins, Stefan Schmidt, am Mittwoch auf Anfrage an. Er habe allerdings noch keinen Überblick, an welchem Tag es genau losgehe und wie viele Apotheken mitmachten. Möglicherweise stehe der wegen der Omikron-Welle aktuell hohe Krankenstand bei den Beschäftigten einem raschen Impfstart in manchen Apotheken entgegen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen seien aber nun klar.

Eine Umfrage des Berliner Apotheker-Vereins im Januar hatte ergeben, dass sich etwa die Hälfte der Teilnehmer vorstellen kann, an der Impfkampagne teilzunehmen. Geantwortet hatten seinerzeit 200 der rund 800 Apotheken. Seit geraumer Zeit laufen entsprechende Schulungen. Aber nicht jeder der Berliner Apothekerinnen und Apotheker verfügt über geeignete Räume zum Impfen.

Schmidt betonte erneut, dass Apotheken Menschen mit ihrem Impfangebot nicht vom Arztbesuch abhalten oder in Konkurrenz zu Ärzten treten wollten. Es gehe vielmehr um ein zusätzliches Angebot für diejenigen, die nicht zum Arzt gingen. Womöglich ließen sich so Menschen erreichen, die bisher andere Impfangebote nicht genutzt haben.