Berlin - Die rund 57.000 Beamten im Landesdienst erhalten mehr Geld. Ihre Bezüge steigen rückwirkend zum 1. Januar um 2,5 Prozent, beschloss das Abgeordnetenhaus. Außerdem werden die untersten Besoldungsgruppen abgeschafft, Familienzuschläge und sogenannte Erschwerniszulagen angehoben und auf mehr Gruppen ausgedehnt. Die rot-rot-grüne Koalition hatte sich zum Ziel gesetzt, die Bezahlung der Beamten bis 2021 an den Durchschnitt der übrigen Bundesländer anzupassen. 2019 und 2020 stiegen ihre Bezüge vor diesem Hintergrund bereits um je 4,3 Prozent.

Die haushaltspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Stefanie Remlinger, sagte, die Besoldung sei seit dem Start der Koalition Ende 2016 um 18 Prozent gestiegen. „Wir sind konkurrenzfähiger gegenüber dem Bund und anderen Bundesländern geworden“, so Remlinger. Sie fügte hinzu: „Eine Kriminalkommissarin zum Beispiel hat heute monatlich gut 400 Euro mehr Einkommen als vor fünf Jahren. Ziel ist es, trotz pandemiebedingten Drucks auf den Landeshaushalt diese positive Entwicklung durchzutragen.“