Berlin - Laut dem Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg nimmt die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen in der Bevölkerung merklich ab. Die Dienstkräfte des Ordnungsamtes und der Polizei seien „vermehrt Widerständen“ ausgesetzt, teilt das Bezirksamt mit. Dies sei zum Beispiel bei der Auskunftserteilung hinsichtlich der Personaldaten oder der Aushändigung persönlicher Gesundheitsdokumente spürbar, mitunter gebe es auch „ein starkes Anzweifeln der Sinnhaftigkeit der Auflagen bis hin zu Beleidigungen“.

Hintergrund der Aussage: In der Nacht zum 19. September hatte das Ordnungsamt Tempelhof-Schöneberg gemeinsam mit der Polizei sieben Gaststätten in Tempelhof überprüft. Hierbei habe neben den allgemeinen Gewerbekontrollen der Schwerpunkt bei der Kontrolle der 3G-Regel in der Innengastronomie gelegen, teilte das Bezirksamt mit. Erneut hätten sich eine Reihe der vorgelegten Corona-Test-Bescheinigungen als Fälschungen herausgestellt.

Insgesamt wurden 56 Personen kontrolliert. Dabei stellten die Ordnungshüter 45 Verstöße gegen die Infektionsschutzverordnung fest. „Alle betroffenen 45 Personen wurden für diesen Abend aus den Gaststätten verwiesen. Sechs Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung mussten in die Wege geleitet werden“, hieß es vom Bezirksamt. Die Gewerbetreibenden seien auf die Verpflichtung hingewiesen worden, sämtliche Gäste zu überprüfen, und bei Nichterbringen der Nachweise den Zutritt zu verweigern.