Berlin - An der Charité in Berlin haben sich mindestens 15 Mitarbeiter nach einem Tierversuch mit Schafen mit einer Seuche infiziert. Das bestätigten die Senatsverwaltung für Gesundheit und das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) der Berliner Zeitung. Eine Infektion löst das sogenannte Q-Fieber aus, dessen Symptome sehr der Grippe ähneln. So können Fieber, Schüttelfrost und Kopf-und Gliederschmerzen auftreten. Schwangere können bei ungünstigen Umständen Fehlgeburten erleiden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nach derzeitigem Kenntnisstand ausgeschlossen.  

Der Vorfall an der Charité liegt schon ein paar Tage zurück. Bei den Mitarbeitern wurden bereits im August Antikörper festgestellt, die Tiere seien inzwischen tot. Von schweren Grippesymptomen bei Mitarbeitern ist nichts bekannt. Die Tiere sollen aus einem Betrieb in Brandenburg stammen. Das Lageso untersucht den Vorfall jetzt weiter. Wie es auf Anfrage heißt, sei das Q-Fieber in den vergangenen Jahren immer wieder beim Menschen nachgewiesen worden. Von 2016 bis 2020 gab es in Berlin demnach 20 Fälle.