Berlin - Die Berliner Clubcommission begrüßt die Entscheidung des Verwaltungsgerichts vom Freitag, dass Tanzveranstaltungen nicht mehr grundsätzlich verboten sind. Gleichzeitig hat der Dachverband am Mittwoch betont: Tanzveranstaltungen drinnen funktionieren nicht mit Maskenpflicht und Abstand.

Clubcommission-Sprecher Lutz Leichsenring rechnet dennoch damit, dass in den Clubs am ersten Septemberwochenende wieder innen getanzt wird, wenn die Hygieneverordnung des Senats nach dem Urteil angepasst wird. Das Nachtleben in den Clubs ist wegen der Pandemie seit März 2020 weitgehend lahmgelegt.

Das Gericht hatte das generelle Verbot gewerblicher Tanzveranstaltungen in geschlossenen Räumen gekippt: Uneingeschränkt sind Öffnungen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie weiterhin nicht erlaubt. Veranstaltungen ausschließlich für geimpfte und genesene Personen sind jedoch vorläufig zuzulassen.

Clubcommission: Bei hohen Infektionszahlen PCR-Tests für alle Gäste

Durch das Urteil bestehe das Risiko, dass bei den zu erwartenden steigenden Infektionszahlen im Herbst die Regelungen verschärft würden, erklärte die Clubcommission. Die notwendige Planbarkeit für Veranstalter sei dann weiterhin nicht gegeben.

Der Verband empfiehlt bei niedrigem Infektionsgeschehen für Indoor-Events beispielsweise den Einlass für Geimpfte und Genesene sowie PCR-Getestete. Bei hohem Infektionsgeschehen wird neben weiteren Schritten zu verpflichtenden PCR-Tests für alle Gäste geraten. Für Clubs könnte es demnach einen vergünstigten PCR-Test geben.

Mehrere Berliner Clubs durften kürzlich trotz anhaltender Pandemie ein Wochenende lang öffnen – für ein Pilotprojekt. Für den Versuch waren 2110 Personen mit einem PCR-Test auf das Coronavirus getestet worden. Sieben Sars-CoV-2 Fälle seien festgestellt worden. Für die Clubcommission ist das ein Beleg: Auch bei hohen Inzidenzen seien sichere Veranstaltungen in Innenräumen möglich.