Berlin - Der Berliner Landeselternausschuss hat sich dafür ausgesprochen, die Kinder in der nächsten Woche wieder zur Schule gehen zu lassen. „Wir hätten die Schulen gern offen, und zwar im Teilungsmodell“, sagte der Vorsitzende Norman Heise am Montag im Inforadio vom RBB. Grundschüler sollten im Wechsel drei Stunden unterrichtet und zweieinhalb Stunden betreut werden, Oberschüler sich täglich oder wochenweise in der Schule abwechseln.

Bis zu den Winterferien in der ersten Februarwoche solle dieser Mittelweg beschritten werden, sagte Heise. Viele berichteten, dass das Lernen in halben Klassen viel effizienter sei. Für die Lehrkräfte bedeute es jedoch Mehraufwand, sich um zwei Gruppen zu kümmern.

Nach bisheriger Planung sind die Schulen noch in dieser Woche geschlossen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Am Wochenende zeichnete sich jedoch ab, dass Bund und Länder am Dienstag die Beschränkungen des öffentlichen Lebens verlängern könnten. Am Montag beraten die Kultusminister der Länder über die Lage.

Heise erklärte, beim Lernen zu Hause seien die Lehrkräfte angehalten, die Aufgaben so zu stellen, dass die Schülerinnen und Schüler sie selber lösen können – ohne elterliche Unterstützung. Jede Woche müssten sich die Lehrer zwei Mal melden, um bei den einzelnen Schülern nachzufragen, ob alles in Ordnung sei. „Aus der Praxis wissen wir: Das funktioniert sehr unterschiedlich.“ Vor allem bei jüngeren Kindern sei auch noch elterliche Hilfe notwendig.