Berlin - Die Maskenaffäre der CDU hat auch im Berliner Landesverband Konsequenzen. Das Mitglied Niels Korte aus dem Bezirk Treptow-Köpenick verzichtet auf eine Kandidatur für den Bundestag. Das teilte er am späten Montagabend auf Facebook mit. Medienberichte hatten das frühere Abgeordnetenhausmitglied mit Geschäften mit Schutzmasken in Verbindung gebracht. 

Korte räumte in einem Tagesspiegel-Bericht ein, dass ein Immobilienunternehmen, an dem er Anteile hält, im April 2020 Schutzmasken verkauft hat. Er soll dazu Kontakte zu Gesundheitsminister Jens Spahn (auch CDU) genutzt haben. Der Druck auf ihn wurde immer großer.

Am Montagabend äußerte sich Korte erneut auf Facebook zu den Vorwürfen, die aus seiner Sicht nicht stimmen und ihn „fassungslos“ machen. „Diese Behauptung ist unwahr, rufschädigend und ich weise sie entschieden zurück. Es hat in Zusammenhang mit der Beschaffung persönlicher Schutzausrüstung durch ein Unternehmen, an dem ich mittelbar beteiligt bin, keinerlei Einflussnahme auf die Vergabeentscheidung oder die Vergabebedingungen des Gesundheitsministeriums gegeben“, schreibt er.

CDU-Generalsekretär Stefan Evers nimmt Niels Korte in Schutz

Er werde, ergänzt er weiter, seine Kandidatur für den Wahlkreis Treptow-Köpenick zurückziehen und nicht mehr antreten. „Auch werde ich nicht auf der Landesliste der CDU kandidieren“, heißt es in dem Facebook-Post.

Kortes Facebook-Post am Montagabend

Foto:Facebook

CDU-Generalsekretär Stefan Evers erklärte am Montagabend: „Nach den von ihm schlüssig und transparent dargelegten Abläufen hat er sich weder als Unternehmer noch als Mitglied der Partei Vorwürfe zu machen.“ Die Berichterstattung der letzten Tage habe gedroht, das Vertrauen in die Politik zu gefährden. Vor diesem Hintergrund handele Korte in Verantwortung für die Partei.