Berlin - Der Starkregen über Berlin hat am Mittwoch zahlreiche Wasserschäden verursacht. Die Berliner Feuerwehr musste um 11.37 Uhr wegen einer Vielzahl wetterbedingter Einsätze den Ausnahmezustand ausrufen. Vor allem im Süden der Hauptstadt liefen zahlreiche Keller voll, Straßen wurden überflutet und einige Unterführungen unterspült, sagte ein Feuerwehrsprecher der Berliner Zeitung. 

Um kurz nach 14.55 Uhr wurde der Ausnahmezustand für beendet erklärt. Aufgrund weiterer Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war er am Nachmittag noch einmal verlängert worden. Bis dahin hatten die Einsatzkräfte den Großteil der 52 wetterbedingten Einsätze abgearbeitet. Die meisten gab es nach Angaben der Feuerwehr in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf. Der Wolkenbruch sorgte aber auch in Neukölln für massive Schäden, die von der Feuerwehr behoben werden mussten. 

Regenwasser überflutet Keller von Seniorenheim und Finanzamt 

An einigen Orten waren die Einsatzkräfte länger beschäftigt. In Schöneberg wurde der Sachsendamm an einer Unterführung überflutet. Ein Auto musste aus den Wassermassen befreit werden. Aus einem Seniorenheim in der Trautenaustraße in Wilmersdorf wurden von den Rettern 40 Kubikmeter Wasser aus dem Keller gepumpt, erklärte der Feuerwehrsprecher. Auch im Finanzamt Tempelhof waren die Keller mit viel Regenwasser vollgelaufen. An der Kreuzung Bahnhofstraße/Elcknerplatz in Köpenick gab es einen größeren Wasserschaden, woraufhin der Verkehr umgeleitet wurde.

Um die Lage schnell unter Kontrolle bringen zu können, mussten fünf Freiwillige Feuerwehren vom Lagedienst hinzu alarmiert werden. Sie unterstützten die Berufsfeuerwehr bei technischen Hilfeleistungen. Der Ausnahmezustand musste nach Angaben des Sprechers ausgelöst werden, da es zu viele Notrufe gleichzeitig gab.